Sonntag, 26. Mai 2019

Atempause

Gedanken:
Wer liebt, wird frei, wird in der Bindung frei. Eine reife Liebe bringt uns weg vom Kreisen um uns selbst, sie lässt uns leben, was jetzt gefragt ist, heute, ohne falsche Rücksichtnahme. Sie lässt uns im besten Sinn uns selber vergessen – und paradox: In diesem Weggegebenwerden empfangen wir uns wieder neu, heiler. Als Getaufte sind wir in die Wirklichkeit der Gotteskindschaft hineingenommen, wir sind herausgerufen aus dem, was todbringend ist, gerufen in eine Liebe, die uns bedingungslos und einmalig meint. Diese Liebe lässt uns das Leben wagen in allen Zumutungen. „Wer mich liebt, hält fest an meinem Wort“: nicht aus Pflichtbewusstsein, nicht wegen eines moralischen Anspruchs, sondern aus einer Gewissheit, dass dieses Wort Leben bedeutet. Volles Leben.
Sr. M. Scholastika Jurt, Generalpriorin der Arenberger Dominikanerinnen

Gebet:
Neue Gebete, andere Worte, Freiheit in Liebe, Gott, sind schwer für uns. Wir müssen sie lernen. Gib uns dazu deinen Geist, der die Ohren öffnet und uns entdecken lässt, was am Neuen bereichernd ist.

Leben auch wir aus Gottes Liebe heraus die uns bedingungslos liebt. Vergessen wir uns auch mal selbst dabei in dem wir uns in Gottes Arme werfen um heil zu werden von Verletzungen und um aufzuatmen

Vater, in deiner Liebe will ich Atempausen machen. Amen

Jesus segne und behüte euch +++

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