Sonntag, 12. November 2017

Wiederkunft Jesus

Gedanken:
Das Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen spiegelt die Situation der Gemeinde wieder, in der die Bereitschaft nachgelassen hat, sich für die Wiederkehr des Herrn zu rüsten. Dass der Herr nicht bald kommt, kann zu einer lässigen Einstellung im Blick auf sein Kommen überhaupt führen. Man rechnet dann gar nicht mehr mit seiner baldigen Ankunft. Er scheint dann auch in der Geschichte dieser Welt keine Rolle mehr zu spielen. Die Gemeinden der Frühzeit haben mit diesem Problem der sogenannten „Parusieverzögerung“ hart gerungen. Die Antwort, die das Gleichnis gibt, ist klar: Die Parusie kommt vollkommen unvorhersehbar. Die Heilige Schrift verwendet dafür gerne das überlieferte Bild, dass der Herr wie der Dieb in der Nacht kommt (vgl. 1 Thess 5,4).
Kardinal Karl Lehmann, Bischof von Mainz

Gebet:
Herr unserer Zeit, jeder Tag wird von uns unterteilt in Stunden, Minuten, Sekunden - und doch wissen wir oft nicht, was die Stunde geschlagen hat. Hilf uns, wachsam zu sein und achtsam mit der Zeit umzugehen, die uns anvertraut ist.

Sind auch wir wachsam, leben wir jeden Tag so als ob er heute schon kommen würde, damit wir nicht überrascht werden wenn Jesus endlich wieder kommt und endlich alles gut wird.

Jesus, lass mich nicht schlafen wie die Jünger am Ölberg, sondern wachsam sein und jede Sekunde mit deiner Wiederkunft rechnen. Amen

Jesus segne und schütze euch +++

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